19.11.2009

Nach dem Neuwagenkauf fangen die Kosten erst richtig an
Folgekosten von Ford Kuga und VW Tiguan liegen unter 50 Euro/100 km

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Kompakte Geländewagen sind immer noch begehrt: Die meisten Käufer wollen sich damit im Straßenverkehr vom “biederen” Pkw unterscheiden. Die wenigsten nutzen dagegen die Off Road-Fähigkeiten dieser Autos ? nicht zuletzt mangels Gelegenheit. Rationale Argumente in Bezug auf Geländewagen anzuwenden macht keinen Sinn. Die Klientel weiß selbst um die Nachteile. Letztlich zählen mehr als bei anderen Fahrzeugkäufen die emotionalen Argumente wie Prestige und Größe des Fahrzeuges. Fairerweise muss als wirklich objektives Kriterium auch die erhöhte, übersichtliche Sitzposition und die geringeren Verletzungsrisiken bei einem Unfall hervorgehoben werden. Dennoch hat man es mit Fahrzeugen zu tun, bei denen der Reifenersatz und die Anschaffung von Winterkompletträdern schneller ins Geld gehen als bei herkömmlichen Automobilen. Und nicht zuletzt ist der Verbrauch aufgrund des erhöhten Luftwiderstandes, des Allradantriebs und des höheren Gewichtes ebenfalls wahrnehmbar höher als bei den Pkw-Modellen mit identischer Motorisierung. Die Experten von EurotaxSchwacke haben ausgewählte kompakte SUV mit Diesel- und Allradantrieb und ihre Folgekosten näher untersucht (siehe Tabelle).

Nach dem Kauf eines Allradlers fangen die Kosten erst richtig an. Die Rede ist hier von den Betriebskosten. Neben dem Kaufpreis beinhalten diese auch den Wertverlust eines Wagens sowie andere relevante Kosten wie beispielsweise Reifenverschleiß, Wartung, Reparaturen, Kraftstoff, Versicherungsbeiträge und Kfz-Steuer. Betrachtet wurden die aktuell meist verkauftesten Kom-pakt-SUV?s in der Preisklasse bis 35.000 ?. Die Schere der Betriebskosten bei den untersuchten Fahrzeugen klafft um mehr als 15 Euro auf 100 Kilometer auseinander.

Die Hitliste mit den geringsten Betriebskosten von unter 50 Euro pro 100 Kilometer führen der Ford Kuga 4×4 (49,59 Euro) und der etwas stärker motorisierte VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion (49,74 Euro) an. Auf ein Jahr hochgerechnet heißt das, dass die Eigner vom Kölner Kuga und Wolfsburger Tiguan mit Folgekosten von nur rund 7.440 Euro bei einer Jahreslaufleistung von 15.000 Kilometer rechnen müssen. Etwas mehr als drei Euro höher fallen die Folgekosten für den CR-V 2.2i CDTi von Honda aus. Betriebskosten zwischen 54 und rund 60 Euro müssen die Piloten vom Toyota RAV4, Kia Sportage, Renault Koleos, Suzuki Grand Vitara, Subaru Forester und Hyundai Tucson hinnehmen.

Noch tiefer in die Tasche müssen die Besitzer von den Schwestermodellen Mitsubishi Outlander (63,93 Euro), Citroen C-Crosser (63,29 Euro) und Peugeot 4007 (64,13 Euro) sowie dem Nissan X-Trail (62,16 Euro) greifen. Auch die Besitzer der Konzernbrüder Opel Antara (64,20 Euro) und Chevrolet Captiva (64,61 Euro) müssen mit automobilen Folgekosten von mehr als 64 Euro rechnen.

Das Kompakt-SUV Segment liegt nach wie vor stark im Trend. Es ist zu erwarten, dass auch Newcomer wie BMW X1 und Skoda Yeti den Nerv der Zeit treffen und für viele Kunden interes-sant sind ? unter anderem auch aufgrund der voraussichtlich günstigen Betriebskosten.

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