Schwacke Newcomer Januar 2019 – Von Elektro keine Spur

Schwacke Newcomer Januar 2019 – Von Elektro keine Spur


Neue Modelle im Forecast – Das Jahr beginnt eher klassisch  –  Von Elektro keine Spur

Im Januar haben wir wieder die ersten Restwertprognosen für interessante Fahrzeugneuerscheinungen in unsere Datenbank aufgenommen:

  • BMW X7
  • BMW 8er Cabrio
  • Citroën Berlingo Transporter
  • Lexus UX
  • Mercedes B-Klasse
  • Peugeot Partner
  • Seat Tarraco
  • Kia ProCeed

BMW X7 und 8er Cabrio – Windstärke sieben bis acht

Volumenseitig wird das Jahr 2019 auch für BMW eher im Zeichen kleinerer Baureihen stehen. Allerdings stehen zwei Modelle zum Jahresauftakt am oberen Rand des Portfolios neu bei uns im Datenpool.
Der BMW X7 ist offenbar hauptsächlich für andere Märkte wie USA, die Golfstaaten und Asien gedacht. Er versucht aber auch in Europa die Brücke zwischen den großen Premium-SUVs und den aufkommenden Luxus-SUVs wie Bentayga, Cullinan und Urus zu schlagen. Preislich positioniert er sich zwischen Mercedes GLS und Range Rover.
Das 8er Cabrio verlangt dem Neuwagenkäufer noch ein wenig größeres Budget ab und kostet immer sechsstellig. Beide Modelle werden uns allerdings gebraucht eher selten begegnen. Sie verlieren in der Regel insbesondere in den ersten Jahren stark an Wert gegenüber dem Neupreis. Das Warten lohnt sich also, wenn man nicht zu den wohlhabendsten Early Adoptern gehört.

Citroën Berlingo und Peugeot Partner  – Brüder nicht nur im Geiste

Nach den PKW-Versionen als Hochdachkombis, kommen nun die eher sachlichen Nutzfahrzeugvarianten des Berlingo und seines Bruders Partner in unsere Datenbank. Ist der Berlingo-PKW ein echter Verkaufsschlager, tut sich sein Blechpendant zahlenmäßig deutlich schwerer. In puncto Wiederverkauf machten den beiden Modellen in der Vergangenheit sicher die relativ hohen Hersteller-/Handelszulassungsanteile von über 20% zu schaffen. Außerdem hatten beide Modelle bei den Nachlässen im negativen Sinne die Nase vorn. Produktseitig macht der PSA Konzern bei diesen Modellreihen allerdings vieles richtig und konnte so die begehrte Branchenauszeichnung „Van of the Year“ ergattern. Zudem verspricht die Nutzung der EMP2-Plattform neben viel Nutzwert auch für den „Dual use“-Einsatz (privat und gewerblich) in kleineren Unternehmen, einigen PKW-Komfort.

Lexus UX  – U vor ein X gemacht

Nachdem die SUV-Modelle RX und NX Lexus aus dem Zulassungstief 2014 geführt haben, wird nun auch das entsprechende Segment unterhalb des NX bedient, um weiter zu wachsen. Den absoluten Fokus werden – wie im Toyota-Konzern üblich – die Hybridversionen haben. Schade nur, dass der futuristisch gezeichnete UX als Premiumvertreter nicht den stärkeren Motor des fast zeitgleich erscheinenden Verwandten Toyota RAV4 erhält. Hinsichtlich des Wiederverkaufs ist Lexus nicht zuletzt aufgrund der Dieselkrise mit seinen Benzin- und Hybridmotoren sehr gefragt. So wird es vermutlich auch weiterhin bleiben. Wer mit dem manchmal etwas polarisierenden aber immer modernen Styling etwas anfangen kann, bekommt ein interessantes und wertiges Fahrzeug. Dafür zahlen Kunden anscheinend auch angemessene Preise.

Mercedes B-Klasse  – Wer A hat, muss auch B bauen.

Die eher unauffällige B-Klasse rangiert ganz unprätentiös auf Rang 5 des markeninternen Zulassungsrankings. Damit verweist sie so prominente Verwandte wie CLA und GLA auf die Plätze. Wie beim beliebteren Bruder A-Klasse wurde bei der dritten Generation des Minivans viel Wert auf moderne Elektronik gelegt. MBUX sowie aus der S-Klasse bekannte Features für Sicherheit und autonomes Fahren finden sich auch hier am anderen Ende des Mercedes-Portfolios wieder. Günstig ist der Spaß dennoch nicht, beginnt die Preisliste doch derzeit im günstigsten Fall knapp 4.000 Euro über dem Konkurrenten aus München. Dann allerdings gleich mit stärkerem Motor und Automatikgetriebe.

Seat Tarraco  – Länge läuft

Der neueren Seat-Tradition folgend ist auch der neueste Sprössling Tarraco nach einer spanischen Gemeinde benannt und weist eine ungerade Zahl Buchstaben auf. Auf der Heckklappe findet das dann neuerdings schön symmetrisch und stolz seinen Platz. Technisch nicht überraschend komplettiert nun auch die dritte Konzernmarke ihr SUV-Portfolio mit einer Langversion. Größentechnisch zieht man so mit Kodiaq und Tiguan Allspace gleich. Optisch gönnt Martorell dem Tarraco allerdings mehr Eigenständigkeit gegenüber seiner Kurzversion Ateca. Wohl nicht zuletzt, weil er wiederum der stilistisch Älteste im Bunde mit Tiguan und Karoq ist. Vielleicht kann der variable und geräumige Siebensitzer ja zukünftig den einen oder anderen Alhambra -Kunden überzeugen. 2022 läuft der nämlich voraussichtlich ohne Nachfolger aus.

Kia ProCeed  – Viel Pro, wenig Contra

Kia macht es der Branche und den Kunden bei der Einordnung des ProCeed nicht leicht. 2010 war er – kleingeschrieben, mit Apostroph nach den ‚e’s und Unterstrich – noch ein Dreitürer. Heute fährt unter dem gleich klingenden Namen eine Art fünftüriger, kompakter Shooting Brake. Das Concept Car auf der IAA 2017 hatte bereits Lust gemacht auf diesen attraktiven Vertreter eines sonst eher konservativen Segments. Der Mut zu progressivem Design und die immer noch einmaligen 7 Jahre Garantie sind für den Wiederverkauf sehr förderlich. Und die im Vergleich zur optisch eher zurückhaltenden Konzernschwester Hyundai deutlich geringeren Stückzahlen taten gewiss ihr Übriges. Innen könnte der ProCeed allerdings ein bisschen mehr Modernität vertragen. Insbesondere wenn man die anstehenden Neuerscheinungen im Segment anschaut, sollten für einen Launch in 2019 Dinge wie ein Digitalcockpit zumindest gegen Aufpreis verfügbar sein.

 

Schwacke Newcomer Januar 2019


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