Schwacke Newcomer Mai 2018

Schwacke Newcomer Mai 2018


Neue Modelle im Forecast – Europäische Traditionsmarken mit asiatischem Investor –  Alternativen zum Establishment

Im Mai haben wir wieder für zwei interessante Fahrzeugneuerscheinungen die ersten Restwertprognosen in unsere Datenbank aufgenommen:

 

  • Jaguar I-Pace
  • Volvo V60

 

Wenn er auch wahrscheinlich in Österreich bei Magna gefertigt wird kommt mit dem Jaguar I-Pace nun der erste wirkliche Tesla-Konkurrent aus England, nicht aus deutschen Entwicklungszentren.

Mit spannendem Design irgendwo zwischen SUV und Coupé wirkt der Jaguar deutlich frischer als die äußerlich merklich gealterte kalifornische Konkurrenz und seine Leistung von zunächst „nur“ 400PS machen im Fahrbetrieb und bei der Beschleunigung keinen merklichen Unterschied, ganz im Gegenteil. Die kürzlich verkündete Kooperation mit Waymo, der Hightechdivision für autonomes Fahren innerhalb des Google-Mutterkonzerns Alphabet, lässt zudem interessante Features erwarten. Preislich findet man den Jaguar auch ausstattungsbereinigt deutlich unterhalb des Tesla X. Dennoch wird es der I-Pace ohne einen „Tesla“-Bonus in diesem Segment mit eher konservativem Premium-Klientel als Gebrauchter schwerer haben. Bei der Qualität im Innenraum zeigt sich wiederum, dass es nicht von Nachteil sein muss, Erfahrung im Premium-Großserienbau zu haben. Der I-Pace profitiert davon sichtlich und auch das kann ein entscheidendes Kaufkriterium für eine gebrauchte – bei Jaguar „Approved“ genannte – Raubkatze sein.

 

 

Der Volvo V60 wiederum kommt in einem recht klassisch anmutenden Segment als veritable Alternative zu etablierten deutschen Marken daher. Mit allen guten Genen und familiärer Identität, die bereits seine jungen Verwandten zeigten, wächst der V60 näher an den V90 heran und ist zwar kürzer als der letzte V70, hat aber dafür einen größeren Radstand. Interessant ist, dass trotz Dieselkrise und verkündeter Abkehr vom Selbstzünder, Volvo neben zwei Dieselmotorisierungen zum Marktstart nur einen einzigen, satte 310 PS starken Benziner anbietet. Innen und außen erwartet einen im V60 neben deutlich mehr Platz ein frisches und hochwertiges Design, das auch in Zukunft Gebrauchtwagenkäufer begeistern wird – insbesondere diejenigen, die sich von der Masse abheben wollen. Eine verlängerte Garantie stünde aus Restwertsicht auf der Wunschliste und könnte das attraktive Angebot abrunden, um sich auch hier von der Masse abzuheben. Die üppige Serienausstattung, attraktive Ausstattungspakete und die umfangreichen serienmäßigen Sicherheitsfeatures in Form von Assistenzsystemen werden den V60 jedenfalls sehr begehrt machen, auch wenn Volvos „Vision 2020“ eben erst ab 2020 vorsieht, dass „niemand mehr in einem neuen Volvo ums Leben kommt oder schwer verletzt wird“. Der Volvo V60 ist auch jetzt schon ein echter Schwede.

 


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