Schwacke Newcomer November 2018

Schwacke Newcomer November 2018


Neue Modelle im Forecast – Für jeden was dabei  –  Evolution statt Revolution

Im November haben wir wieder die ersten Restwertprognosen für interessante Fahrzeugneuerscheinungen in unsere Datenbank aufgenommen:

  • Audi A1 Sportback
  • BMW Z4
  • Hyundai Santa Fe
  • Opel Combo Cargo

Wie schwer sich Premiumhersteller mit dem Kleinwagensegment tun, erkennt man bereits an den Konzepten, die bei Audi, BMW (Mini) und Mercedes (Smart) unterschiedlicher kaum sein könnten.

Audi A1 Sportback – Sport nicht nur im Namen

Audi kam mit dem A1 bislang etwas biederer daher und hatte den Ruf, tendenziell eher die weiblichen Käufer anzusprechen. Scheinbar Grund genug mit der Neuauflage das Image etwas aufzupolieren. Gebaut wird er nun nicht mehr im beschaulichen Brüssel, sondern im spanischen Martorell. Äußerlich fällt zunächst das Fehlen eines Dreitürers und der sportlichere Auftritt auf. Die durch Stege unterbrochene Lücke zwischen Motorhaube und Grill, die sich auch im neuen R8 wiederfinden wird, soll wohl ebenfalls die kernigere Erscheinung betonen. Inhaltich hat der kleinste Audi nun auch wieder alles, was einen modernen Audi hauptsächlich ausmacht: Digitales Cockpit, Touchscreens ohne Drehknöpfe und aktuelle Assistenzsysteme. An die Motorennomenklatur müssen wir uns in Deutschland allerdings immer noch gewöhnen, wenn wir auch erwartungsgemäß uns keinen A1 Diesel mehr merken müssen. Wohl nur wenige könnten spontan benennen, in welchem Leistungsbereich ein „30 TFSI“ anzusiedeln ist.

Restwertprognose Newcomer November 2018

BMW Z4 (G29) – Er ist zurück

Mit dem neuen BMW Z4 (G29) kommt nach langer Durststrecke endlich der ersehnte Nachfolger des 2016 eingestellten E89. Als Konzept noch etwas aggressiver gestaltet, kommt hier dennoch ein echter Roadster mit so guten Genen, dass er sie auch gleich dem nächsten Toyota Supra spenden wird. Ein eher ungewöhnlicher Vorgang, der ansonsten wenig plattform-spendablen Münchner. Ein möglicher Wermutstropfen für manchen preissensiblen Kunden oder Puristen mag der Entfall des Handschalters sein. Aber auch die Hauptwettbewerber sind hier mittlerweile recht dünn aufgestellt. Gebraucht haben ohnehin die Automatikversionen in der Regel kürzere Standzeiten und erzielen höhere Preise. Nach dem 8er BMW nun ein weiteres Modell für viel „Freude am Fahren“.

Opel Combo Cargo – Neue Familienbande

In der Kastenwagenversion zeigt der neue Opel Combo sehr deutlich, dass er und seine Marke im PSA Konzern angekommen sind. Klassischerweise sind die Kooperationen bei den leichten Nutzfahrzeugen zwischen verschiedenen Marken und teils auch Konzernen sehr intensiv und werden optisch weniger differenziert ausgeführt als die PKWs. So ist der Combo nun sofort als Bruder von Berlingo und Partner/Rifter zu erkennen. Nach der recht glanzlosen Kooperation mit Fiat hat der Nachfolger des Doblo-Bruders gleich zu Beginn seiner Laufbahn die Fachjury des „International Van of the Year Award 2019“ überzeugt. Kunden profitieren von der deutlich mehr an den Hochdach-PKW-Kombis orientierten Auslegung. So kommt Opel dem in diesem Segment immer häufiger auftretenden kostensparenden „Dual use“, also der Kombination von je nach Bedarf privater und gewerblicher Nutzung, entgegen.

Hyundai Santa Fe – Mit Stil in die Prärie

Als SUV größentechnisch oberhalb des Tucson, hat der Hyundai Santa Fe den Ausflug in die nummerierten Modellbezeichnungen wie ix35 und ix55 nie mitgemacht. Er hat seinen Namen stets beibehalten. Mittlerweile in vierter Generation hat er nun das moderne Familiengesicht des Kona übernommen. Er punktet dadurch mit frischem Design, Solidität und den üblichen 5 Jahren Garantie. Die in den beiden ersten Ausstattungslevels serienmäßig verbauten Halogen-Hauptscheinwerfer und kleineren Zentraldisplays sind sicher für Gebrauchtwagenkunden kein Highlight, sollten aber aus Sicht des Wiederverkaufs vom Erstkäufer durch Ordern der entsprechenden Pakete am besten ersetzt werden.

Einige interessante Ausstattungsoptionen wie Panoramadach, Head-up Display, elektrische Beifahrersitzverstellung und Heckklappe sind aber ohnehin erst ab der 4.200€ teureren Style-Ausstattung erhältlich. Dadurch werden vermutlich die besser ausgestatteten oberen beiden Trims die weitaus höheren Take Rates haben.

 


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