Gebrauchtwagenmarkt im April 2017

Gebrauchtwagenmarkt im April 2017


Starker Einbruch im Second-Hand-Markt, Gesamtbilanz im Minus

Mit einem starken Verlust bei den Gebrauchtwagenumschreibungen ist der April kein Grund zur Freude gewesen. Die Zahlen gingen um -10,3 Prozent zurück, nur 588.951 Gebrauchtwagen fanden ein neues Zuhause. Zum Vergleich: Im April 2016 waren es noch fast 660.000 Fahrzeuge gewesen. Dieser überraschend starke Einbruch bringt auch die Bilanz des bisherigen Jahresverlaufs um ein Prozent ins Minus, mit 2.444.662 Wiederzulassungen von Januar bis April. Die Rückgänge trafen ausnahmslos alle Hersteller, keiner konnte sich im Vergleich zum Vorjahres-April verbessern. Einzig zwei der in höheren Volumen gehandelten Marken schafften es, das Vorjahresergebnis nur knapp zu verfehlen und damit gegen den Markttrend stabile Zahlen vorzuweisen: Dacia und Toyota. Dennoch gab es Marken, die trotz rückläufiger Zahlen ihren Marktanteil ausbauen konnten – sie verloren prozentual weniger als die anderen. Dies gelang beispielsweise Audi (von 7,5 auf 7,9 Prozent Marktanteil) und Mercedes (9,7 statt 9,6 Prozent). Bei Marktführer VW hingegen sanken die Zahlen überdurchschnittlich, der Marktanteil schrumpft von 21,0 Prozent im Vorjahr auf nun 20,8 Prozent.

Die Diskussion um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge dürfte ihren Teil zur Kaufzurückhaltung beigetragen haben, dies ist jedoch nicht alleinige Ursache. Der Stückzahlen-Umsatz mit Dieselmodellen sank zwar um -11,7 Prozent, doch auch die Benziner wurden verschmäht –  ein Minus um 9,7 Prozent. Bezeichnend: Die Euro-6-Wiederzulassungen sind dagegen stark gestiegen, es ist viel neuwertiges Material im Markt.

 

 


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