Restwert-Entwicklung und Standzeiten 4/2017 – Die Aussichten bleiben trübe

Restwert-Entwicklung und Standzeiten 4/2017 – Die Aussichten bleiben trübe


Geringfügige Verluste bei den Restwerten und weiter steigende Zahlen bei den Standtagen. Die Geschäfte laufen schleppend.

Im Vormonat legte der durchschnittliche Gebrauchtwagen-Restwert um einen Zehntel-Prozentpunkt zu, im aktuellen Berichtszeitraum gab der Mittelwert um dieselbe Zahl nach. Kein wirklich auffälliger Trend, auch in den einzelnen Klassen schwanken die Werte seit Monaten um dieselbe Marke. In der langfristigen Rückschau sind die unterschiedlichen Entwicklungen dagegen augenscheinlicher. Um fünf Prozentpunkte kletterten die Restwerte bezogen auf den Gesamtmarkt für dreijährige Gebrauchte, eine Entwicklung, die sieben von 13 Segmenten übertrafen. Die schlechteste Performance bei der Wertentwicklung zeigen die kleinen SUV, am meisten gewannen die Sportwagen hinzu. Generell ist bei den drei Segmenten mit dem höchsten Zuwachs bemerkenswert, dass es sich um die Fahrzeugklassen mit den jeweils teuersten Modellen handelt, denn neben den Sportwagen gewannen auch die großen Luxus-SUV und die Oberklasse-Limousinen überdurchschnittlich an Restwert hinzu. Dabei hat sich die Oberklasse besonders auffällig entwickelt. Denn vor einem Jahr stand der durchschnittliche Restwert in diesem Segment noch bei 47,2 Prozent, die einzige Fahrzeugklasse mit mehr als 50 Prozent Wertverlust nach drei Jahren. Die rote Laterne in Sachen Werterhalt haben die Luxuslimousinen damit zwar nach wie vor inne, sie leuchtet jedoch nicht mehr so grell.

Aktuelle Restwerte 4/2017

Standtage im Überblick

Die Gebrauchtwagen in Deutschland werden immer anhänglicher. In der Schwacke-Analyse für den gewerblichen Handel stieg die Anzahl der Standtage aktuell von 106 auf durchschnittlich 107. Wobei diese Zahl für manches Segment noch erfreulich wäre, denn längst nicht in jeder Fahrzeugklasse findet sich nach dieser Zeit ein Käufer. Als einzige stemmen sich nach wie vor die Kleinwagen gegen die Dreistelligkeit, sind mit ihren 97 Standtagen im Vergleich beinahe schon Schnelldreher. Die größten Schiffe im Markt nehmen derweil Kurs auf die Halbjahresfrist, in der Oberklasse legten die Standtage erneut zu, von 131 auf jetzt 133 Tage. Dabei sind ihnen die Sportwagen dicht auf der Spur, auch in dieser Fahrzeugklasse müssen die Händler mehr als vier Monate warten, bis ein Käufer seine Unterschrift leistet. Kompakt- und Mittelklässler lassen sich im Vergleich dazu immerhin rund drei Wochen schneller absetzen. Unterhalb des 107-Tage-Durchschnitts bewegen sich neben den Kleinwagen lediglich drei weitere Fahrzeugklassen. Kleinstwagen, kompakte Vans und mittelgroße SUV sind die Modelle, die den Händlern momentan noch am kürzesten den Hof verstellen.

Standzeiten 03/2017

 

 


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