Restwert-Entwicklung und Standzeiten 5/2017 – Keine Preisänderungen, langes Warten

Restwert-Entwicklung und Standzeiten 5/2017 – Keine Preisänderungen, langes Warten


 Die Restwerte bieten momentan keine Abwechslung, sie stagnieren auf gleichbleibend hohem Niveau. Dafür hat sich bei den Standtagen eine leichte Besserung eingestellt.

Ein gewohntes Bild bei den Restwerten, die im aktuellen Monat wieder minimal im Plus liegen – um 0,1 Prozent haben sie gegenüber dem Vormonat gewonnen. Damit sind es nun bereits über 12 Monate ohne eine nennenswerte Bewegung des Restwertniveaus für dreijährige Gebrauchte, das seitdem um die 56-Prozent-Marke schwankt. Aktuell sind es 56,1 Prozent, der Stillstand betrifft alle Segmente, in keiner Fahrzeugklasse sind erwähnenswerte Unterschiede zum Vormonat zu verzeichnen.

Gewinner im Zweijahrestrend sind die Sportwagen, deren Restwertniveau sich binnen 24 Monaten von 54,0 auf 59,3 Prozent erhöht hat. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Luxus-SUV sowie die Oberklasse, bei der allerdings traditionell der insgesamt niedrigste Restwert verzeichnet wird, 51,5 Prozent derzeit für ein drei Jahre altes Gebrauchtfahrzeug. Geländewagen und Kompakt- wie Mittelklasse-SUV bleiben die wertstabilsten Kategorien, das waren sie allerdings bereits vor zwei Jahren. Deshalb ist hier der relative Wertzuwachs im Vergleich zum Marktdurchschnitt am geringsten.

 

Standtage im Überblick

Eine leichte Verbesserung hat sich bei den Standtagen abgezeichnet. Für ein Aufatmen im Handel ist das jedoch kein Signal, zumal seit Januar ein kräftiger Anstieg verzeichnet wurde. Im Gesamtdurchschnitt gingen die Wartezeiten von 107 auf 106 Tage zurück, die Segmente entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Gesunken sind die Standtage bei Kleinst- und Kleinwagen, in der Mittelklasse, bei kompakten Vans, Geländewagen und den SUV. Besonders stark beschleunigten die Luxus-SUV ihre Verkaufszeiten, hier ging es binnen eines Monats von 107 auf 104 Tage zurück. Einziges Segment unter hundert Tagen bleiben die Kleinwagen mit aktuell 96 Standtagen. Weiter zugelegt wurde in anderen Segmenten, vor allem bei hochpreisigen Pkw. Obere Mittelklasse und große Vans steigen um einen Tag, um gleich drei Tage – von 133 auf 136 Tage – verschlechterten sich Modelle der Oberklasse. Im Jahresvergleich stieg damit die Verkaufsdauer im Gesamtmarkt um insgesamt vier Tage. Während die besonders lange parkenden Oberklasse-Modelle sich dabei lediglich um drei Tage verschlechterten, ist der Zuwachs in der Kompaktklasse (+6 Tage) und der Mittelklasse (+7 Tage) auffällig, bei den SUV und Geländewagen sind die Zuwachstage ähnlich, ganz besonders stark legte jedoch das Segment der großen Vans zu: Zwölf Standtage mehr binnen eines Jahres.

 

 


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