Restwert-Entwicklung und Standzeiten 1/2017 – Wertstabil mit längerer Wartezeit

Restwert-Entwicklung und Standzeiten 1/2017 – Wertstabil mit längerer Wartezeit


Die Standtage legen in einigen Fahrzeugsegmenten etwas zu, doch bei den Restwerten tut sich aktuell so gut wie nichts

Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss – so der Titel eines Filmklassikers aus dem Jahr 1988. Im Falle der Gebrauchtwagen-Restwerte wird die Assoziation hierzu deutlich, wenn man sich die Kurve der Restwertentwicklung betrachtet. Diese ist in den letzten Monaten von der Kurve zur Geraden geworden und zieht einen gleichmäßigen Strich an der 56,3-Prozent-Marke. Dem Handel kann das recht sein, stabile Preise bedeuten Planungssicherheit. Und auch beim genauen Blick in die einzelnen Segmente wird deutlich: Da tut sich derzeit nicht viel, allenfalls im Nachkomma-Bereich. Die absolute Restwertentwicklung führen entsprechend und wenig überraschend die großen SUV an, welche sich mit 5,7 Prozent Wertzuwachs deutlich von den Durchschnittswerten absetzen können. Allerdings zeigen in der Zweijahresstatistik die bereits damals anziehenden Preise inzwischen Wirkung: Schafften es vor einem Monat noch sieben Segmente über das durchschnittliche Wertewachstum, sind es aktuell nur noch fünf. Die Restwertsteigerung in den vergangenen 24 Monaten liegt bezogen auf den Gesamtmarkt bei 3,2 Prozentpunkten.

Aktuelle Restwerte 2/2017

Standtage im Überblick

Die gute Nachricht zuerst: Die Wartezeiten sind nicht noch weiter gestiegen. Wie im Vormonat verharren die Standtage marktübergreifend bei 103 Tagen, während sie in den Monaten zuvor immer weiter angestiegen waren. Im Zweijahresvergleich bringt das den Händlern dennoch keinen Grund zur Freude, damals fand sich schon nach durchschnittlich 90 Tagen ein Kunde. Der Zweijahresvergleich macht auch klar, wo im Handel derzeit die Reise hingeht, denn vor allem in zwei Segmenten stechen die Zahlen ins Auge. Mit einem Negativrekord von 29 Tagen haben sich die großen SUV drastisch verschlechtert, sie stehen nun durchschnittlich 117 Tage auf dem Hof, bis es zur Unterschrift kommt. Demgegenüber halten sich die Kleinwagen (Steigerung um zehn auf 96 Tage) vergleichsweise wacker, sie stellen das letzte Segment, in dem der Wiederverkauf im Schnitt weniger als 100 Tage dauert. Spitzenreiter bei den Standuhren bleiben Modelle der Oberklasse, gefolgt von den Sportwagen. Doch die erwähnten großen Luxus-SUV sind drauf und dran, die sportlichen Pkw hinter sich zu lassen, nur noch ein Tag trennt die beiden Segmente. Das liegt an einer spektakulären Vollbremsung der großen Offroader, die innerhalb von zwei Monaten stattliche 13 Standtage zulegten.

Standzeiten 12/2016

 

 


Ähnliche Artikel