Restwert-Entwicklung und Standzeiten 12/2016 – Winterstarre im Handel

Restwert-Entwicklung und Standzeiten 12/2016 – Winterstarre im Handel


Abermals steigt die Zahl der Standtage an, und das lohnt sich noch nicht einmal. Denn die Gebrauchtwagenpreise stagnieren

Die Abflachung auf hohem Niveau hat Bestand. Abermals gibt es bei den Restwerten keine Änderung im Vergleich zum Vormonat, die sich bezogen auf den Gesamtmarkt seit nunmehr drei Monaten bei 56,3 Prozent festgefahren haben. Entsprechend ist in den einzelnen Segmenten praktisch nichts passiert, die Preisentwicklungen bewegen sich zum Teil begrenzt auf die zweite Nachkommazahl unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Die absolute Restwertentwicklung über die vergangenen Jahre weist dennoch Änderungen gegenüber dem Vormonat auf. Damals waren die Monatszahlen noch sprunghafter, entsprechend variieren die Vergleichswerte. Unveränderter Spitzenreiter in der Restwertentwicklung sind die großen SUV. Dahinter gab es allerdings etwas mehr Bewegung, die untere Mittelklasse steigerte sich von 3,8 Punkten auf 4,4. Die restlichen Punkte, um die sich der durchschnittliche Restwert bezogen auf den Gesamtmarkt verbessern konnte, verteilen sich auf die restlichen Segmente. Im Zweijahrestrend haben die Restwerte insgesamt um 3,1 Punkte zugelegt, 0,1 Zähler mehr als im Vormonat.

Aktuelle Restwertentwicklung 01/2017

Standtage im Überblick

Die Gebrauchtwagen laufen im November erneut im Standgas, die Wartezeiten bei den Händlern legen abermals zu. Um weitere zwei auf 103 Standtage ist der Marktdurchschnitt nun angeschwollen. Nur noch zwei Segmente – Kleinwagen und Kompaktvans – schaffen es knapp unter die Hundert-Tage-Grenze, hält die Entwicklung an, wird es auch damit in Kürze vorbei sein. Nur in einem Segment blieben die Standtage unverändert (obere Mittelklasse), in einem weiteren gingen sie sogar zurück. Speziell letzteres dürfte bei den Händlern allerdings nur zu verhaltener Freude führen, denn die Sportwagen (minus drei Tage) sind dennoch weiterhin sehr anhänglich, durchschnittlich 117 Wartetage. Ausdauer-Könige bleiben Fahrzeuge aus der Oberklasse, über deren Anwesenheit sich ein Händler inzwischen rund viereinhalb Monate freuen darf, plus zwei auf 134 Tage. Kräftig steigende Parkzeiten vermeldet die erfolgsverwöhnte Offroad-Zunft. Während die Neuwagenabsätze einen Rekord nach dem anderen brechen, machen sich die gebrauchten SUV einen Namen als Dauerparker. Bei den Geländewagen wuchsen die Standtage von 108 auf 111, besonders drastisch ist der Zuwachs bei den großen Luxus-SUV: 110 Standtage bedeuten eine Zunahme um sechs Tage binnen eines Monats.

Standzeiten 11/2016

 

 


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