Restwert-Entwicklung und Standzeiten 3/2017 – Keine Frühlingsgefühle

Restwert-Entwicklung und Standzeiten 3/2017 – Keine Frühlingsgefühle


Während die Verkaufszeiten von Gebrauchtwagen sich leicht verbessern konnten, stagnieren die Restwerte weiter auf relativ hohem Niveau

Im vergangenen Monat leistete sich das Restwertniveau der Gebrauchtwagen in Deutschland einen angesichts des mehrmonatigen Verlaufs fast schon frivolen Ausbruch um immerhin 0,2 Prozentpunkte nach unten. Doch diese Änderung war letztendlich nur von kurzer Dauer und ohnehin eher kosmetischer Natur. Im laufenden Berichtsmonat ging es wieder um einen Zehntel Zähler aufwärts, nahezu zurück auf das Niveau, mit dem seit Monaten gerechnet wird. Gemittelt über alle Segmente liegt der Restwert eines dreijährigen Gebrauchtwagens aktuell bei 56,2 Prozent seines ehemaligen Listenneupreises. Im Zweijahresvergleich haben die Restwerte um fast drei Prozent zugelegt, seit 2015 sind sie aber in den einzelnen Segmenten unterschiedlich gewachsen. Den stärksten Anstieg verzeichnen die großen SUV und die Sportwagen mit jeweils 5,3 Prozentpunkten mehr durchschnittlichem Restwert. Die großen Vans, die Kompaktklasse und Pkw der Luxusklasse liegen im 24-Monats-Vergleich ebenfalls oberhalb des durchschnittlichen Wertzuwachses. Die Geländewagen, Segment mit dem absolut gesehen höchsten Restwertverhältnis, entwickelten sich hingegen eher unterdurchschnittlich und nur leicht besser als die Kompakt-SUV, die am wenigsten Restwert-Prozente aufbauen konnten.

Aktuelle Restwerte 4/2017

Standtage im Überblick

Die für den Handel etwas unerfreuliche Dauerparksituation bei den Gebrauchtwagen hat sich zuletzt nochmals leicht verschlechtert. Um immerhin zwei Tage ging die Standdauer binnen eines Monats nach oben und ist mit 106 Tagen im Marktdurchschnitt klar zu hoch. Im Jahresrückblick sind die Standtage sogar um vier Tage angestiegen. Ausnahmen vom Trend gibt es wenige, und weiterhin sind es alleine die kleinen Pkw, die wenigstens unter der dreistelligen Schallmauer bleiben. Dafür legten andere Segmente zum Teil beachtlich zu. Neue Modelle, geänderte Präferenzen bei den Käufern, aber auch ein teilweise deutlich gestiegenes Angebot sorgten dafür, dass beispielsweise die Geländewagen und die kleinen SUV binnen eines Jahres eine um neun Tage verlängerte Parkzeit aufweisen. Überdurchschnittlich, um jeweils acht Tage, nahmen die Standzeiten außerdem bei den großen Vans und in der Mittelklasse zu. Die längste Bremsspur haben allerdings die großen SUV hingelegt, die sich von ehemals freundlichen 95 Tagen auf inzwischen 108 Standtage verschlechtert haben. Das einzige Segment mit weniger Standtagen als vor einem Jahr sind die kompakten Vans.

Standzeiten 02/2017

 

 


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