Segment-Entwicklung 05/2018 – SchwackeBlickpunkt: Oberklasse

Segment-Entwicklung 05/2018 – SchwackeBlickpunkt: Oberklasse


In der Oberklasse wird die Pace gemacht: Nicht nur der Luxus ist auf höchstem Level, auch die verbaute Technik wird immer ausgeklügelter. Die Restwertentwicklung nimmt darauf jedoch keine Rücksicht.

 

Der Kauf eines Oberklasse-Pkw ist seit jeher kein Fall für Pragmatiker. Hohe Preise und ein erheblicher Wertverlust verlangen nach Investitionsfreude. Die Belohnung hierfür ist überschwänglicher Luxus und faszinierende Technik, welche sich nicht nur die Kunden, sondern auch die Hersteller einiges kosten lassen. Denn eine Vielzahl neuer Ausstattungsmerkmale werden Jahre vor der kostensenkenden Ausbreitung in den Massenmarkt bei den Luxuslimousinen installiert. Bestes Beispiel ist derzeit das Thema autonomes Fahren, bei dem die Oberklasse-Pkw eine Vorreiterrolle einnehmen werden. Der 2017 vorgestellte Audi A8 nimmt beispielsweise für sich in Anspruch, erstes Serienauto der Welt mit Level-3-Autonomie zu sein. Andere Hersteller werden hier mit neuen Modellen folgen.

 

 

Wenn die Oberklasse-Pkw nach der üblichen Ersthaltedauer von 36 Monaten auf den Gebrauchtwagenmarkt kommen, haben vor allem die Zweitbesitzer Grund zur Freude, daran wird sich auch künftig nichts ändern. Die Schwacke Restwertprognose siedelt den künftigen Restwert für dreijährige Oberklassemodelle bei 51 Prozent an. Doch nicht alle Marken verlieren so stark an Wert, die Spreizung zwischen den untersuchten Oberklassefahrzeugen ist groß. Den höchsten Wertverlust müssen Jaguar-Besitzer realisieren, was auch am inzwischen recht fortgeschrittenen Alter der XJ-Baureihe liegen dürfte. Dass jedoch auch ein „alter Hase“ mithalten kann, zeigt die Mercedes S-Klasse als Inbegriff dieser Fahrzeugkategorie. Die insgesamt sehr restwertstarke Marke Porsche steht jedoch mit weitem Abstand auf dem ersten Rang, der Panamera erreicht mit 58,2 Prozent einen Restwert weit über Segmentdurchschnitt.

 

 

 


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