Segment-Entwicklung 06/2018 – SchwackeBlickpunkt: Kompakt Vans

Segment-Entwicklung 06/2018 – SchwackeBlickpunkt: Kompakt Vans


Die kleinen Vans stecken in einer Identitätskrise, das Segment schrumpft. Die Restwertaussichten sind – mit einer Ausnahme – entsprechend verhalten.

 

Der Kundenkreis, den Mini-Vans ansprechen, nähert sich dem Thema üblicherweise aus zwei Richtungen. So sind es einerseits vor allem junge Familien mit begrenztem Budget, die sich für einen praktischen und vergleichsweise geräumigen kleinen Van mit den Abmessungen eines Kompaktklasse-Pkw interessieren. Und andererseits schätzen ältere Nutzer den bequemen, weil leicht erhöhten Zustieg im Vergleich zu einem herkömmlichen Pkw-Modell. Beides erklärt auch in gewisser Weise, warum das Interesse für diese Fahrzeugklasse nachlässt, denn immer mehr kompakte und preislich attraktive SUV wenden sich an dieselbe Zielgruppe. So haben sich nicht nur die Zulassungszahlen im Laufe der Jahre stark verringert, auch das Modellangebot wurde erheblich reduziert. Viele einst beliebte kleine Vans wie Skoda Roomster, Seat Altea oder Renault Modus wurden ohne direkten Nachfolger eingestellt oder durch ein Kompakt-SUV abgelöst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schwacke Restwertprognose zur künftigen Wertentwicklung zeichnet ein überraschend homogenes Bild des Segments, dessen niedriges Niveau in erster Linie die Käufer gebrauchter Mini-Vans erfreut – mit einem deutlichen „Ausreißer“. Sieben der acht untersuchten Fahrzeuge bewegen sich nahe des Segment-Mittelwerts, was angesichts der unterschiedlichen Zyklus-Zeiten und Grundpreise der einzelnen Modelle durchaus ungewöhnlich ist. Lediglich der Ford C-Max auf dem letzten Platz weicht etwas stärker hiervon ab. Umso eindrucksvoller setzt sich der als Neuwagen günstige Dacia Lodgy in Szene, dem die Schwacke-Experten, aufgrund des ungewöhnlichen Preis- und Vermarktungskonzeptes einen künftigen Restwert nahe 63 Prozent vom ehemaligen Listenpreis für ein dreijähriges Fahrzeug attestieren.

 

 

 


Ähnliche Artikel