Segment-Entwicklung 3/2017 – SchwackeBlickpunkt: Mittelklasse

Segment-Entwicklung 3/2017 – SchwackeBlickpunkt: Mittelklasse


Die Mittelklasse ist für viele Autohersteller eines der umsatzträchtigsten Segmente. Ein Blick auf die künftige Wertentwicklung zeigt große Unterschiede

Vor allem die deutschen Premium-Hersteller haben in ihren Mittelklasse-Modellen einen extrem wichtigen Posten für das Konzern-Gesamtergebnis. Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse sind jeweils die mit Abstand meistverkauften Modelle dieser Marken und entsprechende Umsatzbringer. Bei den preissensiblen Marken und den Importeuren spielt die Mittelklasse zwar keine ganz so herausragende, jedoch ebenfalls bedeutende Rolle. Nicht zu vergessen ist das für die Stückzahlen wichtige Flottengeschäft, bei dem die deutschen Hersteller traditionell einen erheblichen Absatzmarkt haben. Das lässt sich auch an den Neuzulassungen ablesen, zuletzt gingen 81 Prozent aller Mittelklasse-Neuzulassungen auf gewerbliche Halter. Zum Vergleich: Bei den SUV waren es zuletzt 49 Prozent.

Restwertprognose Mittelklasse 3/2017

IDieser Aspekt wirkt sich auch auf die Restwerte aus, die in der Mittelklasse unter dem Marktdurchschnitt liegen. Die Schwacke-Prognose zur künftigen Wertentwicklung unterstreicht den Trend auch in der Zukunft und zeichnet stark unterschiedliche Werte für die untersuchten Modelle. Auffällig ist mit einer Ausnahme, dass Modellreihen mit besonders hohem Gewerbekundenanteil und entsprechender Rabattierung im Flottengeschäft die schwächsten Wertverlaufszahlen aufweisen. So liegen der Ford Mondeo (9,1 Prozent Privatkunden) und der VW Passat (5,6 Prozent Privatkunden) am unteren Ende der Tabelle, während die traditionell im Dienst- und Mietwagengeschäft nicht ganz so stark vertretenen Marken sich besser entwickeln.

 

 


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