Segment-Entwicklung 6/2017 – SchwackeBlickpunkt: Oberklasse

Segment-Entwicklung 6/2017 – SchwackeBlickpunkt: Oberklasse


Modelle für Führungskräfte und wohlhabende Kunden sind nicht nur teuer, sie weisen auch einen erheblichen Wertverlust auf.

Wenn es um Luxus und Prestige geht, sind deutsche Hersteller weitgehend unter sich. Genau genommen jene aus Deutschlands Süden. Denn Audi, BMW, Mercedes und Porsche teilen sich die lukrativen Geschäfte in der Oberklasse auf, Edelmarken wie Jaguar, Lexus oder Maserati bleibt nur die Rolle des Zaungastes. Klarer Leader bei den Luxuslimousinen ist die Mercedes S-Klasse, gefolgt vom 7er BMW. Porsche Panamera und Audi A8 teilen sich mit relativ gleichen Verkaufszahlen den dritten Platz. Wenig verwunderlich liegt die Zahl der gewerblichen Zulassungen enorm hoch, wobei einzelne Modelle offenbar auch als Neuwagen wohlhabende Privatiers ansprechen – vom Cadillac CTS beispielsweise werden 60 Prozent der Neuzulassungen auf private Besitzer geschrieben.

Des einen Leid, des anderen Freud: In keinem anderen Segment können Gebrauchtkäufer solche „Schnäppchen“ machen wie in der Oberklasse, was auch die Schwacke Restwertprognose unterstreicht. Nach drei Jahren und 60.000 Kilometer büßen die Modelle zwischen 50 und 60 Prozent ihres Neuwerts ein. Fuhrparkmanager sind dabei künftig am besten beraten, wenn ein Porsche Panamera eingeplant ist, denn dieses Modell erreicht überraschend stabile Restwerte und ist mit 60,1 Prozent auch an erster Stelle der Restwertprognose. Gebrauchtwagenkäufer hingegen können mit einem Jaguar XJ den günstigsten Einstieg in die Nobelliga finden, der Brite landet mit einem Restwert von 42 Prozent nach drei Jahren am Ende der Tabelle.

 

 


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