Wirtschafts-Prognose 2/2017 – Gute Stimmung in der Wirtschaft

Wirtschafts-Prognose 2/2017 – Gute Stimmung in der Wirtschaft


Umgekehrte Vorzeichen im Vergleich zum Vormonat. Im Februar zeigen sich die Firmen fröhlicher, während die Konsumenten mehr Skepsis entwickeln

Wieder aufwärts für die deutsche Wirtschaft. Der Negativwert vom Vormonat hat sich vorerst nicht als Trend etabliert, die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich wieder verbessert. Das ifo-Institut meldet sogar einen recht ordentlichen Anstieg, der Geschäftsklimaindex legte von 109,9 auf exakt 111 Punkte zu und machte damit den letzten Verlust exakt wieder wett. Das verarbeitende Gewerbe meldet einen starken Aufschwung in der Auftragslage, die Nachfrage hat merklich angezogen. Dabei zeichneten sich vor allem die Nahrungsmittelbranche sowie der Maschinenbau und die Elektrotechnik mit guten Zuwächsen aus. Im Großhandel gab es ebenfalls einen deutlichen Anstieg sowohl bei den aktuellen Geschäften als auch bei den Zukunftsprognosen. Lediglich die Einzelhändler melden aktuell rückläufige Geschäfte und nahmen auch die Planzahlen für die künftigen Monate zurück. Für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich, nach einem recht milden Winter jedoch unerwartet, hat das kernige  Winterwetter im Februar den Baubetrieben das Geschäft vermasselt. Zwei Drittel der Firmen berichten von wetterbedingten Beeinträchtigungen. Das Gesamtniveau ist zwar hoch, doch auch die Zukunftsaussichten sind bei den Baubetrieben leicht durchwachsen.

Dieses Attribut bezeichnet auch das Konsumklima recht passend, das nach einem glänzenden Start ins neue Jahr im März ein kleines Bremsmanöver einlegt. Die Gesellschaft für Konsumforschung sieht zwei große Themen hierfür in der Verantwortung: die turbulente Regierungsbildung in den USA und die zuletzt unerwartet stark gestiegene Inflation. Damit verlieren sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung der Verbraucher einen wesentlichen Teil der Zuwächse aus den vergangenen Monaten. Diese schlechten Vorzeichen führen zielgerichtet zu einer weniger ausgeprägten Anschaffungsneigung. Vor allem in Betrieben, die stark exportorientiert arbeiten, sinkt der Glaube an die Arbeitsplatzsicherheit, nachdem der neue US-Präsident hohe Importzölle angekündigt hat. Das betrifft neben der Automobil- auch die chemische Industrie und den Maschinenbau. Nach 10,2 Punkten im Vormonat sinkt der Konsumklimaindex im März auf 10,0 Punkte.

Datenquelle:

ifo Institut (http://www.cesifo-group.de)
GfK SE (http://www.gfk.com)

 

 


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