Wirtschafts-Prognose 3/2017 – In den Chefetagen steigt die Stimmung

Wirtschafts-Prognose 3/2017 – In den Chefetagen steigt die Stimmung


Die deutschen Unternehmen sind in bester Laune, der Geschäftsklimaindex steigt auf ein Sechsjahres-Hoch. Die Verbraucherstimmung ist eher durchwachsen.

Mit einer einzigen Ausnahme zeigt sich die deutsche Unternehmerschaft rundum zufrieden. Der Geschäftsklimaindex erreichte mit 112,3 Punkten (Vormonat: 111,1) im März den höchsten Wert seit Juli 2011.Grund dafür sind unter anderem die gut laufenden Geschäfte. Denn bis auf den Großhandel, bei dem die befragten Unternehmen sowohl bei der aktuellen Lage als auch bei den Zukunftsaussichten pessimistischer urteilten als noch im Vormonat, legten die Indizes in allen anderen Branchen zu. Im verarbeitenden Gewerbe hat die Nachfrage stark angezogen, auch die künftige Geschäftsentwicklung wird positiv beurteilt. Deutlich bessere Geschäfte vermeldet auch der Einzelhandel, zeigt sich jedoch bei den Planungen für die kommenden Umsätze zurückhaltender. Nach einem kurzen Durchhänger sind die Nutznießer des aktuellen Baubooms im März wieder voller Hoffnung: Die laufenden Geschäftsabschlüsse in der Bauwirtschaft erreichten ein seit 1991 nicht mehr gesehenes Rekordhoch, auch für die kommenden Monate erwarten die Baufirmen gute Geschäfte.

Die vom GfK-Institut befragten Verbraucher sahen die Sachlage zuletzt nicht ganz so rosig. Hier sind die Signale unterschiedlich. Einerseits stiegen sowohl die Konjunkturerwartung als auch die Anschaffungsneigung, andererseits wird die künftige Einkommensentwicklung skeptischer gesehen. Das liegt in erster Linie an der zuletzt spürbar anziehenden Inflationsrate. Zum zweiten Mal in Folge ging die Einkommenserwartung zurück. Gleichzeitig zog die Sparneigung an, was das Konsumklima nach 10,0 Punkten im Vormonat auf 9,8 Punkte im April zurückfallen ließ. Bei der zuletzt beobachteten Skepsis hinsichtlich der Konjunkturerwartung handelte es sich nach Ansicht des GfK-Instituts nur um eine kurzzeitige Delle, im April holte dieser Index einen Großteil seines Verlustes wieder auf. Offenbar sei die Verunsicherung vieler Konsumenten im Hinblick auf die zu erwartende Politik des neuen US-Präsidenten wieder einem größeren Konjunkturoptimismus gewichen. Nachdem das abgelaufene Jahr mit einem deutlichen Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent abgeschlossen hat, sind die Verbraucher aktuell in guter Hoffnung, dass diese Entwicklung anhält.

Datenquelle:

ifo Institut (http://www.cesifo-group.de)
GfK SE (http://www.gfk.com)

 

 


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